DocScape: Vollautomatisches Print-Publishing auf höchstem Niveau
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Nachbearbeitung / Finishing von Dokumenten

Es wird immer wieder gefragt, ob DocScape als Ausleitung ein offenes Dokument (bspw. InDesign oder Quark Xpress) generieren kann, so dass eine manuelle Nachbearbeitung möglich ist. Der Wunsch ist nachvollziehbar, bietet dies doch anscheinend die Sicherheit im Notfall manuell eingreifen zu können.

DocScape produziert als Ergebnis PDF-Dateien. Eine Nachbearbeitung ist genau im (aus Sicht des Ansatzes von DocScape) sinnvollen Umfang möglich. Diesen Aspekt und den scheinbaren Widerspruch möchten wir nachfolgend genauer erläutern.

Die Stärke von DocScape ist, durch den regelbasierten Ansatz komplexe Designkonzepte formalisieren und damit automatisieren zu können, DocScape ist in diesem Sinne ein intelligenter Gestaltungsvollautomat. Die Regeln koordinieren die Anordnung von Elementen auf Seiten ebenso wie komplexe Umbruchregeln, typographische Aspekte oder den Tabellensatz. Die generierten Dokumente können von signifikantem Umfang sein, typisch sind hunderte oder gar tausende Seiten.

Ein Missverständnis ist folgende Annahme: Es wird mit Hilfe von DocScape ein Dokument generiert und dieses in (bspw.) InDesign nachbearbeitet, bspw. durch das Einfügen eines weiteren Produkts. Ergebnis dieser „kleinen, lokalen Änderung“ ist das druckfähige Dokument.

Das Missverständnis ist das Übersehen des „Schmetterlings-Effekt“: Durch den zusätzlichen Platzbedarf des hinzugefügten Produkts ergibt sich die Notwendigkeit für andere Umbrüche. Diese können aber nicht durch InDesign kontrolliert werden sondern sind Gegenstand des DocScape-Regelwerks. Dieses komplexe, regelbasierte Seitenmodell ist InDesign unbekannt und kann dort nicht abgebildet werden. Insofern hat der „lokale“ Eingriff eine verheerende globale Auswirkung: Alle Folgeseiten müssen manuell (zumindest) in Hinblick auf die Umbrüche bearbeitet werden! Wir empfehlen daher dringend, Änderungen mit globalen Auswirkungen (über eine Einzelseite hinaus) grundsätzlich in den zugrunde liegenden Daten vorzunehmen.

Lokale Änderungen, bspw. eine Vergrößerung oder Verschiebung eines Bildelements oder eine Textkorrektur, sind hingegen möglich! Hierzu ist jedoch keine Ausleitung in ein DTP-System erforderlich: Die Änderung kann direkt ausgehend vom generierten PDF-Dokument mit dem Acrobat (Professional) vorgenommen werden. Im Bedarfsfall kann zusätzlich ein DTP-System genutzt werden. Hier können komplexe Fragmente erstellt und über Acrobat in die Seite eingebettet werden. Wir raten, die Notwendigkeit solcher Eingriffe zu prüfen und zu diesem Mittel nur im Ausnahmefall zu greifen.

Gelegentlich besteht der Wunsch, wenige sehr spezielle Inhalte in ein Gesamtwerk zu integrieren, für diese Inhalte aber keine speziellen Datenstrukturen und Design-Regeln vorzusehen. Für diesen Fall ist es ein probates Mittel, die Inhalte manuell mit einem DTP-System zu erstellen und das Ergebnis strukturiert als PDF abzulegen. DocScape kann das manuell erstellte Seitenfragment in die Dokumentgenerierung einbinden, dabei den Platzbedarf berücksichtigen und gleichzeitig alle erforderlichen Strukturen (insb. Inhaltsverzeichnis, Index, Paginierung etc.) automatisch mitführen.

Auch ist es möglich, im generierten Dokument Weißraum vorzusehen und diesen abschließenden mit individuell erstellten Fragmenten zu „bestücken“. Aus Gründen der Prozess-Sicherheit empfehlen wir allerdings die vorhergehend genannte Vorgehensweise.

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